Potenzial neuer Erdgaslagerstätten in Deutschland

Die Erschließung neuer Erdgasquellen trägt zu einer stabilen und unabhängigeren Energieversorgung in Deutschland bei.

Deutschland verfügt zum Jahresende 2013 über etwa 97 Milliarden Kubikmeter Erdgasreserven, die als sicher oder wahrscheinlich förderbar gelten. Tatsächlich machen diese Reserven aber nur einen geringen Teil des insgesamt vorhandenen Potenzials aus. Es kommen Ressourcen dazu, die momentan noch nicht wirtschaftlich förderbar oder geologisch noch nicht exakt erfasst sind.

Die Erdgasmengen für die Vorkommen in konventionellen Lagerstätten, beispielsweise im Zechstein, im Rotliegenden oder Lagerstätten im dichten Sandstein (Tight Gas-Lagerstätten), beziffert die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) auf ca. 150 Milliarden Kubikmeter. Hinzu kommen die nutzbaren Vorkommen in Kohleflöz- und Schiefer-Formationen. In Kohleflözen gelten 450 Milliarden Kubikmeter Erdgas als technisch förderbar; im Schiefergestein werden bis zu 2,3 Billionen Kubikmeter gewinnbares Erdgas erwartet – eine Größenordnung, die über viele Jahrzehnte hinweg einen entscheidenden Beitrag zur deutschen Erdgasversorgung leisten kann.

Den Erdgasproduzenten ist es durch technologische Entwicklungen in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder gelungen, neue Reserven zu erschließen. Sie werden dieses Know-how zur Erkundung der unkonventionellen Quellen einsetzen.