Versorgungssicherheit durch Erdgasspeicher

Die deutsche E&P-Industrie trägt neben der heimischen Produktion auch durch Untertage-Erdgasspeicher zur Energieversorgung bei. Das Speichervolumen der Kavernen- und Porenspeicher in Deutschland entspricht derzeit rund einem Viertel der jährlich verbrauchten Erdgasmenge. Die Speicher federn nicht nur die tages- und jahreszeitlich oder witterungsbedingt schwankende Nachfrage ab, sondern gewinnen auch an strategischer Bedeutung.

Sie dienen der Bezugsoptimierung bei schwankenden Gaspreisen und leisten gleichzeitig einen Beitrag zur Stabilisierung des Netzes. Darüber hinaus sind sie ein wichtiges und flexibles Instrument zur Sicherstellung der Erdgasversorgung in Deutschland, da das gespeicherte Erdgas auch Ausfälle kompensieren kann.

Die steigende Nachfrage nach Speicherkapazitäten in Deutschland und Europa hält an, denn die verfügbaren Importquellen sind mit erheblich weniger Bezugsflexibilität ausgestattet als die auf lange Sicht rückgängige Eigenproduktion. Daher planen die Erdgasspeicherbetreiber in den nächsten Jahren weitere Speichervolumen im Umfang von sechs Milliarden Kubikmetern zu schaffen.