Höhenüberwachung durch Radarinterferometrie

Für die Höhenüberwachung der Erdoberfläche finden satellitengestützte Verfahren der Radarinter­ferometrie seit etwa 20 Jahren überwiegend wissen­schaftliche Anwendung. Mit Hilfe von Radarsensoren und komplexer Rechenoperationen können Objekthöhen der Geländetopographie und damit digitale Geländemodelle prozessiert werden. Mit moderner Satellitentechnik und weiterentwickelten Auswertemethoden bieten sich die Verfahren der Radar­interferometrie heute für die großräumige Beobachtung der Geländeoberfläche für eine zunehmend kommerzielle Nutzung an.

Vor dem Hintergrund der zukünftigen offenen Zugänglichkeit der Daten und Informationen können die Auswertungen auch für die Höhenüberwachung über Untergrundspeichern und Erdöl-/Erdgasförderfeldern sowohl für Unternehmen als auch für die Öffentlichkeit von Inte­resse sein.

Mit dem Ziel, die Technologie der Radarinterferometrie als Sonderverfahren der Höhenüberwachung vorzustellen sowie praktische Anwendungsmöglichkeiten aufzuzeigen, hat ein Arbeits­kreis des BVEG-Ausschusses Kavernen- und Untergrundspeicher (KUGS) ein Positionspapier zur Höhenüberwachung durch Radarinterferometrie erstellt.

Ein Arbeitskreis im Deutschen Markscheider-Verein (DMV) hat inzwischen „Grundsätze zum Einsatz von satellitengestützten Verfahren der Radarinterferometrie zur Erfassung von Höhenänderungen“ entwickelt, denen sich der BVEG anschließt.