Speichergesteine

Bei der Aufsuchung und Förderung von Erdgas und Erdöl wirken sich in Deutschland vielfach ungünstige geologische Verhältnisse, vor allem die große Tiefe (in der Fachsprache: "Teufe") der Lagerstätten, erschwerend aus.

Die Speichergesteine, in denen das Erdöl vorwiegend auftritt, gehören der Jura- und Kreidezeit des Erdmittelalters an. Sie sind 100 bis 200 Mio. Jahre alt und liegen meist in Teufen von 1 000 bis 2 000 m. Die Erdgaslagerstätten befinden sich hauptsächlich in den Formationen des Zechstein und des Rotliegenden, die etwa 250 bis 300 Mio. Jahre alt sind und überwiegend Teufen von 3 000 bis 5 000 m erreichen. Wegen der großen Anzahl an Lagerstättentypen und der Verschiedenartigkeit der Speichergesteine treten erhebliche Unterschiede in der Zusammensetzung und Qualität des Erdgases wie auch des Erdöls auf.