Positionen

Der Deutsche Bundesrat hat sich in seiner heutigen Sitzung mit dem Regelungspaket Fracking befasst und dem Beschluss des Bundestages vom 24. Juni 2016 zugestimmt. Nur die traditionelle Erdgasförderung bekommt eine Perspektive – Schiefergas nicht.

Deutschland steht jetzt vor der Entscheidung, ob es hierzulande künftig noch eine Erdgas- und Erdölförderung gibt oder ob das Land sich in absehbarer Zeit vollständig von Importen abhängig macht. Auf dem Spiel stehen dabei auch Ingenieurswissen und technologische Exzellenz, die für die deutschen Produzenten im internationalen Wettlauf um die Ressourcen unersetzliche Vorteile gegenüber Mitbewerbern darstellen.

Der Erdgas-Produktionsstandort Deutschland und insbesondere Niedersachsen gerät zunehmend unter Druck. 2014 ist die deutsche Erdgasproduktion erneut um annähernd 10 Prozent gesunken. Wesentliche Gründe dafür sind das Ausbleiben von Fracs sowie ein Rückgang der Neubohrungen. Dies hat Auswirkungen auf die Diversifizierung der Energieversorgung, die Einnahmen des Staates aus Steuern und Förderabgaben, das technologische Know-how in Deutschland und schließlich auch auf Arbeits- und Ausbildungsplätze.

Die Erdgasproduzenten sehen sich durch das UBA-II-Gutachten zum Fracking in ihrer Position bestätigt, dass Fracking in Deutschland sicher durchführbar ist. In den vergangenen 50 Jahren wurden hier dreihundert Fracks in konventionellen und drei Fracks in unkonventionellen Lagerstätten durchgeführt, ohne einen einzigen Fall einer nachhaltigen Verunreinigung von Grundwasser.