Lokale Befragung bestätigt: Kein Zusammenhang erhöhter Krebsraten zu Erdgasförderung

„Das ist ein wichtiges Signal für die Branche und unsere Mitarbeiter, die jahrelang immer wieder dem Verdacht ausgesetzt waren, die Erdgasförderung sei für erhöhte Krebsraten verantwortlich“, kommentiert Dr. Christoph Löwer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Erdgas, Erdöl und Geoenergie e.V. (BVEG) die nun vorgestellten Ergebnisse der Befragung zu den Krebsfällen im Landkreis Rotenburg (Wümme).

„Wir haben Verständnis für die Betroffenen und für ihren Wunsch nach Aufklärung der Krebsursachen. Auch wir haben großes Interesse daran, denn unsere Mitarbeiter sind dort selbst Nachbarn und Teil der Bevölkerung. Die Ergebnisse der Befragung zeigen auch, dass die Zusammenhänge sehr komplex sind und nicht vereinfacht werden können. Das gilt auch für den jetzt in den Raum gestellten Zusammenhang zu historischen Bohrschlammgruben“, so Löwer. Diese sind bereits Teil eines Programmes, in dem mögliche Umweltauswirkungen untersucht werden.

Löwer fordert eine Rückkehr zu mehr Sachlichkeit und die gründliche Untersuchung aller arbeits- und umweltbezogenen Risikofaktoren, die in einer aktuellen Studie des Niedersächsischen Landesgesundheitsamts zum Multiplen Myelom identifiziert werden. „Wir werden unseren Weg der Aufklärung, der Transparenz und des Dialogs weitergehen. Denn wir wollen auch in Zukunft zur Energiesicherheit in Deutschland beitragen.“

Hintergrund: Das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsens (EKN) hatte 2014 in der Samtgemeinde Bothel eine erhöhte Krebsrate bei Männern zwischen 60 und 74 Jahren und Kindern festgestellt. Aussagen zu Ursachen trafen die Erhebungen des EKN nicht.