Umsetzung vor Ort 07.09.2021

Rekultivierung der Betriebsstätte Suderbruch

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Das 32.500 Quadratmeter große Areal des ehemaligen Betriebsplatzes Suderbruch in Rodewald, Niedersachsen, diente von 1950 bis 1995 als Umschlagplatz für Rohöl. Heute ist das Gebiet eine rekultivierte Grünfläche.

Während der Betriebszeit (aus östlicher Richtung)

Verantwortung übernehmen auch auf lange Sicht.

1995 wurde der Betriebsplatz in Suderbruch in Rodewald zurückgebaut und bis 1996 nach damaligen Umweltstandards saniert. Knapp 10.700 Tonnen Bodenmaterial wurden damals fachgerecht aufgenommen – die Experten sprechen von „ausgekoffert“ –, untersucht, abtransportiert und entsorgt. Die Baugrube wurde dann aufgeschüttet.

Im Jahr 2009 wurde im Rahmen eines regelmäßigen Grundwassermonitorings im südlichen Bereich des Geländes eine erhöhte Konzentration von Schadstoffen festgestellt. Daraufhin beauftragte ExxonMobil Production Deutschland GmbH eine umwelttechnische Untersuchung und beschloss eine erneute Sanierung und Rekultivierung des Geländes.

Luftbild Mai 2014 aus Osten

Maßstäbe setzen für die Rekultivierung ehemaliger Betriebsplätze.

In rund zwei Jahren (Herbst 2014 bis Herbst 2016) wurde die aufwendige Sanierung des ehemaligen Betriebsplatzes Suderbruch abgeschlossen. Es wurde mehr Zeit als ursprünglich geplant dafür benötigt. Denn ExxonMobil hat im Sinne des nachhaltigen Sanierungserfolgs nach dem Grundsatz „Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit“ gearbeitet. Dazu kam eine Erweiterung des Sanierungsumfanges während der Arbeiten sowie die Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten.

Der Schutz der Arbeiter und Anwohner sowie der Schutz der Umwelt standen bei diesem Sanierungsvorhaben an oberster Stelle. Die Schlüsselfaktoren zur erfolgreichen Umsetzung waren die konsequente Risikobetrachtung von Anfang an und die Kommunikation im Team, aber auch mit der Öffentlichkeit und den Anwohnerinnen und Anwohnern. Der größte Teil der sanierten Fläche wird nun als Streuobstwiese und wieder als Pferdekoppel genutzt.

„Wir geben die Flächen unbelastet an die Eigentümer zurück und kommen damit unserer Verantwortung nach“ erläutert Sascha Andräs, verantwortlicher Projektleiter bei ExxonMobil. „Auch wenn die Arbeiten länger gedauert haben und umfangreicher waren als ursprünglich geplant. An erster Stelle steht immer der nachhaltige Sanierungserfolg. Dafür haben wir unfallfrei in rund 40.000 Arbeitsstunden gearbeitet.“

Die Sanierungsmaßnahmen hatten dabei einen Umfang von mehr als 10 Millionen Euro. Das mit den zuständigen Behörden (LK Nienburg) und den Eigentümern abgestimmte Sanierungskonzept wurde von ExxonMobil erfolgreich umgesetzt und die vereinbarten Sanierungsziele erreicht.

Fortlaufende Überprüfung und Sanierung.

Luftbild im Juni 2015 aus Süden

Kernmaßnahmen waren dabei der Bodenaustausch bis zu einer maximalen Tiefe von rund 5 Metern sowie die Förderung, Reinigung und Rückführung von Grundwasser. ExxonMobil hat mit rund 1.400 LKW-Ladungen insgesamt ca. 36.000 Tonnen Boden abtransportiert und ersetzt. Insgesamt wurden rund 870.000 Kubikmeter Grundwasser gereinigt: Das entspricht dem Inhalt von rund 350 olympischen Schwimmbecken.

Auf den Flächen werden im Rahmen einer Nachsorgephase seit Ende 2016 noch für zwei Jahre eine Reihe von Grundwassermessstellen im halbjährlichen Turnus zum Nachweis des Sanierungserfolges überwacht. Im gleichen Zeitraum werden auch noch sogenannte Insitu-Maßnahmen im nordöstlichen Bereich des Platzes fortgesetzt. Ein Abschluss der Sanierung der Bereiche unterhalb der nördlich des Geländes verlaufenden Straße K60 sowie unterhalb des sich auf dem Gelände befindlichen Blockheizkraftwerks ist bis 2019 geplant.

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