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Schwefelgewinnung aus Erdgas

Bei der Aufbereitung von Erdgas fällt das Nebenprodukt Schwefel an. Im Jahr 2025 wurden in Deutschland insgesamt 0,28 Millionen Tonnen davon gewonnen.

Ein langfristiger Blick zeigt die Entwicklung der Schwefelgewinnung in Deutschland. Ihren Höhepunkt erreichte sie zwischen Ende der 1990er und Mitte der 2000er Jahre. Dies macht die enge Verbindung zwischen Schwefelgewinnung und Erdgasproduktion bzw. Aufbereitung von Sauergas deutlich.

Schwefelproduktion aus Erdgas in Deutschland seit 1980


Der Hintergrund: Deutschland hat große Mengen an Sauergas, die Schwefelwasserstoffe enthalten. Deshalb muss es in Erdgasaufbereitungsanlagen gereinigt werden. Dabei wird der Schwefelwasserstoff ausgewaschen und in elementaren Schwefel umgewandelt. So entsteht ein hochreines Nebenprodukt, das industriell weitergenutzt werden kann.

Der in Deutschland aus Erdgas gewonnene Schwefel wird zum größten Teil exportiert. Ein Teil davon bleibt jedoch im Inland und wird hier weiterverarbeitet, beispielsweise zu Düngemitteln für die Landwirtschaft.

Die Übersicht zur Schwefelgewinnung nach konsortialer Beteiligung zeigt außerdem, wie sich die Produktion im Jahr 2025 auf die einzelnen Unternehmen aufteilt.

Schwefelgewinnung aus der Erdgasaufbereitung nach konsortialer Beteiligung


Unternehmen202520242023
t%t%t%
BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG168.59559,45 %170.72560,91 %168.33260,80 %
Mobil Erdgas-Erdöl GmbH98.45134,72 %100.67135,92 %99.17535,82 %
Vermillon10.9293,85 %8.4393,01 %8.3463,01 %
v. Rautenkranz EuP GmbH4.6911,65 %800,03 %8530,31 %
Wintershall Dea9380,33 %3990,14 %1710,06 %
Gesamt283.604100 %280.315100 %276.877100 %

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