Umwelt & Sicherheit 18.12.2015

Untersuchung historischer Öl- und Bohrschlammgruben

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Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz und die Bergbauunternehmen – vertreten durch den Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie e.V. (vormals Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung e.V.) – haben eine Vereinbarung zur Förderung von Untersuchungen von Altlastenverdachtsflächen an Standorten ehemaliger Öl- und Bohrschlammgruben geschlossen.

Bohrschlamm Umwelt

Im Rahmen dieser Vereinbarung beteiligen sich die Unternehmen mit bis zu 5 Millionen Euro an den Kosten von Untersuchungsmaßnahmen. Ziel der Untersuchungen ist es festzustellen, ob von den historischen Bohrschlammgruben Umweltbelastungen ausgehen.

„Ich freue mich, dass es zu solch einer konstruktiven Lösung unter Einbeziehung aller Beteiligten gekommen ist. Damit wird eine effiziente und sachgerechte Altlastenbearbeitung vor Ort unterstützt“ erklärt Frau Staatssekretärin Kottwitz im Rahmen der Unterzeichnung.

Umwelt-Staatssekretärin Almut Kottwitz und der ehemalige BVEG-Hauptgeschäftsführer Dr. Christoph Löwer unterzeichnen die Vereinbarung.

„Bereits vor der aktuellen Diskussion und der Unterzeichnung der Vereinbarung wurde konkreten Hinweisen auf mögliche Belastungen an Standorten auch Jahrzehnte nach Beendigung des Betriebes nachgegangen. Im Falle vorliegender Gefährdungen wurden die Standorte geräumt oder nachhaltig gesichert“, betont  BVEG-Hauptgeschäftsführer Dr. Christoph Löwer. Auf Basis der Vereinbarung soll die Thematik systematisch bearbeitet werden.

Weitere Informationen zur Beantragung von Fördermitteln zur Untersuchung von Altlastenverdachtsflächen aus der Standortliste finden Sie beim Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt.

 

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