Nachrichten 12.10.2026

Parlamentarischer Abend des BVEG: Wettbewerbsfähigkeit als Schlüssel zur Transformation

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Heimische Ressourcen und verlässliche Rahmenbedingungen für einen starken Industriestandort Deutschland.

Am 8. Oktober 2026 fand der Parlamentarische Abend des Bundesverbands Erdgas, Erdöl und Geoenergie e. V. (BVEG) im ATRIUM des Alten Rathauses Hannover statt. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung diskutierten über die Voraussetzungen einer wettbewerbsfähigen industriellen Transformation und den Beitrag heimischer Energie- und Rohstoffpotenziale.

Kromberg: Heimische Potenziale brauchen verlässliche Rahmenbedingungen

© BVEG/Photovision-DH

„Wir brauchen eine Transformations-Strategie für Öl und Gas. Heimische Förderung darf da nicht fehlen“, betonte BVEG-Vorstandsvorsitzende Claudia Kromberg. Solange Deutschland diese Rohstoffe nutzt, gehört die heimische Förderung zu einer resilienten Energie- und Rohstoffversorgung und sichert Wertschöpfung im eigenen Land. Zugleich reichen die Möglichkeiten der Branche weit darüber hinaus: von Erdgas- und Wasserstoffspeichern über die potenzielle CO₂-Speicherung bis zu Tiefengeothermie und Lithiumförderung.

Mit Blick auf CCS verwies Kromberg auf Dänemark, wo die CO₂-Speicherung auch Onshore entwickelt wird, und die Chancen für Niedersachsen, auch bei der CO₂-Speicherung an Land eine führende Rolle zu übernehmen. Heimische Speichermöglichkeiten könnten Kosten und transportbedingte Emissionen senken. Dafür braucht es jetzt Entscheidungen und langfristig verlässliche Rahmenbedingungen.

Spring: Transformation braucht Wettbewerbsfähigkeit

© BVEG/Photovision-DH

Ute Spring, Präsidentin von Dow Deutschland, betonte in ihrer Keynote die Bedeutung wettbewerbsfähiger Energie und verlässlicher Infrastruktur für die industrielle Transformation. Elektrifizierung, Wasserstoff sowie CO₂-Abscheidung, -Speicherung und -Nutzung seien wichtige Hebel zur Emissionsminderung. Ihre Umsetzung erfordere erhebliche Investitionen und eine rechtzeitig verfügbare Wasserstoff- und CO₂-Infrastruktur.

„Transformation braucht nicht weniger Ehrgeiz, sie braucht mehr Realismus über Geschwindigkeit, Größenordnung und Kosten“, erklärte Spring. Investitionen müssten sich wirtschaftlich rechnen – auch im internationalen Standortvergleich. Dafür brauche es bezahlbare Energie, verlässliche Rahmenbedingungen und funktionierende Genehmigungsverfahren.

Fehle die wirtschaftliche Perspektive, drohe die Transformation außerhalb Deutschlands und Europas stattzufinden. Wettbewerbsfähigkeit sei deshalb entscheidend, um industrielle Produktion und Investitionen am Standort zu halten. Ihre zentrale Botschaft: „Transformation braucht Industrie und Industrie braucht Wettbewerbsfähigkeit.“

Heimische Potenziale nutzen, Industriestandort stärken

Der Abend machte deutlich: Heimische Energie- und Rohstoffpotenziale können die Versorgungssicherheit stärken, Wertschöpfung im Land sichern und damit zur Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland beitragen. Entscheidend ist jetzt, diese Potenziale zu nutzen und die Voraussetzungen für konkrete Investitionen zu schaffen – mit bezahlbarer Energie, verfügbarer Infrastruktur und langfristig verlässlichen Rahmenbedingungen. So lassen sich industrielle Transformation, Klimaschutz und ein starker Standort Deutschland gemeinsam voranbringen.

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