ENERGIE UPDATE 02.07.2026

EU-Methanverordnung in der Praxis – überschätzt die EU ihre Gestaltungskraft?

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Folge 61 des ENERGIE UPDATE Podcasts mit Dr. Ludwig Möhring.

Die EU-Methanverordnung verfolgt ein wichtiges Ziel: Methanemissionen entlang der Öl- und Gaslieferkette systematisch erfassen und weiter reduzieren. Doch während die Unternehmen an der Umsetzung arbeiten, zeigen sich zunehmend erhebliche praktische und politische Herausforderungen. Droht die Verordnung am Praxistest zu scheitern?

Im ENERGIE UPDATE mit Dr. Ludwig Möhring diskutieren wir, warum die Umsetzung der EU-Methanverordnung derzeit an vielen Stellen ins Stocken gerät, welche praktischen Hürden Unternehmen und Behörden bewältigen müssen und weshalb jetzt nachgebessert werden muss. Wir sprechen darüber, welche Anforderungen sich in der Praxis als bislang schwer umsetzbar erweisen, warum Rechtsunsicherheit und fehlende Zuständigkeiten die Einführung erschweren und warum die erwartbare Kritik der Deutschen Umwelthilfe (DUH) an der bisherigen Umsetzung die Fakten nicht zutreffend abbildet.

Außerdem werfen wir einen Blick auf die internationale Dimension der Verordnung: Ab 2027 sollen auch Erdgasimporte die europäischen Methanstandards erfüllen. Doch wichtige LNG-Lieferländer stellen sich gegen die Vorgaben und warnen vor den Folgen für den internationalen Gashandel. Wir diskutieren, ob die EU ihre regulatorische Gestaltungskraft gegenüber dem globalen LNG-Markt überschätzt, welche Auswirkungen das auf Versorgungssicherheit, Energiepreise und die Wettbewerbsfähigkeit Europas haben könnte und warum Klimaschutz nur dann erfolgreich sein kann, wenn ambitionierte Ziele und internationale Realitäten zusammenpassen. Eine Folge über die Balance zwischen wirksamer Regulierung, Versorgungssicherheit, geopolitischer Realität und – last not least – die Notwendigkeit von internationaler Kollaboration.