Tatort „Böser Boden“ – BVEG liefert Fakten

Obwohl das im gestern Abend ausgestrahlten NDR-Tatort „Böser Boden“ genannte fiktive Unternehmen „Norfrac“ natürlich kein Mitglied des Bundesverbandes Erdgas, Erdöl und Geoenergie e.V. ist, haben wir im Folgenden allen Krimi-Fans und Interessierten, die nicht nur an Fiktion, sondern auch an Fakten interessiert sind, einige Informationen zur Erdgasförderung in Deutschland zusammengestellt:

Fracking: Keine Umweltschäden

Fracking in Deutschland ist älter als der „Tatort“, aber ähnlich erfolgreich. Bereits 9 Jahre vor der Ausstrahlung der ersten Tatortfolge wurde 1961 in Deutschland das erste Fracking-Verfahren durchgeführt und es sollten über 300 folgen. So wie der Tatort in vielen Haushalten zum Pflichtprogramm am Sonntagabend gehört, ist Fracking schon lange eine Standardtechnolgie bei der Erdgasförderung, so dass mittlerweile gut ein Drittel des in Deutschland geförderten Erdgases auf dieses Verfahren zurückgeht. Eine detaillierte Beschreibung des Verfahrens finden Sie hier. In seiner 50-jährigen Anwendung hat das Verfahren in Deutschland bisher keinerlei Umweltschäden verursacht.

 

Fracking-Flüssigkeit: Nicht giftig

Die beim Fracking eingesetzte Flüssigkeit ist nicht giftig. Auf der Seite www.fracinfo.de veröffentlichen die Unternehmen des BVEG ihre eingesetzten Fracking-Flüssigkeiten.

 

Lagerstättenwasser: Keine Umweltschäden durch die Versenkung

Bei Lagerstättenwasser handelt es sich um Wasser, das sich natürlicherweise in tiefem Gestein befindet und durch die Förderung von Erdgas zutage kommt. Das an den Förderstellen anfallende Lagerstättenwasser wird per Rohrleitung oder Tanklastwagen zu Bohrungen befördert und dort nach vorheriger Abtrennung von enthaltenen Kohlenwasserstoffen, wieder in den tiefen Untergrund eingebracht. All diese Aktivitäten müssen von der zuständigen Aufsichtsbehörde zunächst genehmigt werden und unterliegen regelmäßigen Kontrollen. So würde z.B. ein etwaiger Druckverlust an einer Leitung verursacht durch eine Leckage schnell bemerkt werden.

Detaillierte Informationen zu Lagerstättenwasser finden Sie auch auf der Internetseite des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) unter www.lbeg.info, dort heißt es z.B.: „Es sind dem LBEG bisher keine Hinweise auf Verunreinigungen des Grundwassers in Niedersachsen im Zusammenhang mit einer Versenkung von Lagerstättenwasser bekannt.“

Gleichwohl hat es in der Vergangenheit Sanierungsaktivitäten an Lagerstättenwasserleitungen gegeben, nachdem lokal Flüssigkeiten ausgetreten sind. Hierzu wurde bereits 2012 ein unabhängiges Gutachten „Umweltmedizinisch-toxikologische Bewertung von Boden-, Luft- und Grundwasserverunreinigungen infolge von Leckagen an einer Lagerstättenwasserleitung“ veröffentlicht, welches zu folgendem Ergebnis kam: „Die Ergebnisse der Blutuntersuchungen geben keine Hinweise auf eine gesundheitsschädliche Belastung.“ 

Heimische Erdgasförderung: Viele Vorteile für die Gesellschaft

Die Förderung von Öl und Gas in Deutschland hat eine lange Tradition und ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Über Jahrzehnte hat man sich ein großes Know-How erworben, modernste Technologien entwickelt und einen starken Wirtschaftszweig aufgebaut. Es sind viele Arbeitsplätze entstanden und die Förderabgaben leisten einen wichtigen Beitrag zum Länderhaushalt. Hinzu kommen erhebliche Gewerbesteuern.

 

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