Abstandsstudie

Kein genereller Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen und der Wohnortnähe zur Erdöl-/Erdgasförderung festgestellt.

Hauptgeschäftsführer Dr. Ludwig Möhring: „Ergebnisoffene Untersuchung ist das Gebot der Stunde.“

Die vom Niedersächsischen Sozial- und Gesundheitsministerium in 2017 in Auftrag gegebene Abstandsstudie, die untersuchen sollte, ob landesweit Zusammenhänge zwischen der Förderung von Kohlenwasserstoffen und hämatologischen Krebserkrankungen vorliegen, wurde am 18.12.2018 veröffentlicht. Sie hat keinen generellen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Krebserkrankungen und der Wohnortnähe zu Erdöl- und Erdgasförderanlagen sowie Bohrschlammgruben feststellen können. BVEG-Hauptgeschäftsführer Dr. Ludwig Möhring:  „Dieses Ergebnis der Studie ist eine Beruhigung für die Anwohner in den Erdgas- und Erdölregionen und auch für die Mitarbeiter unserer Mitgliedsunternehmen, denn mit dieser Studie haben sich wesentliche Verdachtsmomente, die in der Vergangenheit teilweise mit erheblicher Vehemenz in Richtung unserer Branche geäußert wurden, gerade nicht bestätigt.“

Die Studie hat aber auch ermittelt, dass einige statistisch auffällige Zusammenhänge, z.B. vermehrte Krebsfälle in Rotenburg, anzutreffen sind. Hierzu wurde festgehalten, dass keine Aussagen zu konkreten Ursachen bzw. auslösenden Faktoren getroffen werden können. „Zufall, konkurrierende Risikofaktoren sowie auch regionale mit der Gasförderung verbundene oder auch unabhängig von ihr existierende Faktoren könnten diese Beobachtungen der Studie erklären“, heißt es in der Presseerklärung. Dem wird nun in einer Folgestudie nachgegangen, wie Ministerin Reimann ankündigte.

Dazu Möhring: „Unsere Industrie hat ein besonderes Aufklärungsinteresse an den Zusammenhängen. Wir begrüßen es daher, dass die Ministerin eine weitere Studie in Auftrag gegeben hat. Die bisherigen Erkenntnisse zeigen, dass eine ergebnisoffene Untersuchung der Auffälligkeiten mit Blick auf alle realistischen Ursachen das Gebot der Stunde ist.“