NORM – Natürlich vorkommende radioaktive Stoffe

In der Erdöl- und Erdgasproduktion können Produktionsrückstände anfallen, die auch natürliche radioaktive Stoffe (NORM) enthalten. Diese mitgeförderten natürlichen radioaktiven Stoffe werden im Verarbeitungsprozess abgeschieden. Das gewonnene Erdöl öder Erdgas ist daher nicht radioaktiv.

Die anfallenden Produktionsrückstände weisen hinsichtlich der Strahlungsintensität (Dosis) nur geringe Werte auf und liegen weit unter der Strahlenexposition in einem Flugzeug, welches sich in üblicher Reiseflughöhe von ca. 10 km bewegt. Eine Gefährdung von Mitarbeitern, der Bevölkerung oder der Umwelt geht von den genannten Produktionsrückständen nicht aus. Dem Ergebnis entsprechender Messungen zufolge ist die bei Rückständen der Erdöl-/Erdgasproduktion auftretende Strahlendosis so gering, dass selbst der Aufenthalt eines Mitarbeiters über die gesamte Arbeitszeit eines Jahres ohne Überschreitung der relevanten Grenzwerte nach der Strahlenschutzverordnung möglich wäre. Die Dauer der Arbeitsvorgänge ist real jedoch meist auf wenige Stunden im Jahr beschränkt.

Die Produktionsrückstände, die natürliche radioaktive Stoffe enthalten, werden gemäß den Vorschriften der Strahlenschutzverordnung entsorgt. Der Entsorgungsprozess ist behördlich genehmigt und geprüft. Die Abfallbereitstellung und die Expositionen bei Arbeiten werden von Strahlenschutzbeauftragten überwacht und jederzeit nachvollziehbar dokumentiert.

Bei Reinigungsarbeiten an Produktionseinrichtungen, werden alle erforderlichen Maßnahmen, wie Unterweisungen, Einsatz persönlicher Schutzausrüstung, Kontrollmessungen etc. durchgeführt, um eine Gefährdung von Mitarbeitern, Auftragnehmern und Dritten gänzlich auszuschließen.