Erdgas aus neuen Dimensionen

Erdgas ist bei konventionellen Lagerstätten in winzigen Poren unterschiedlich durchlässiger Gesteine gespeichert. In den unkonventionellen Lagerstätten in Schiefergesteinen und Kohleflözen ist das Erdgas im Gestein gebunden. Sowohl konventionelle als auch unkonventionelle Erdgasvorkommen können in vielen Fällen nur durch spezielle Stimulationstechniken erschlossen und genutzt werden.

Damit das eingeschlossene Erdgas entweichen und durch das Bohrloch an die Oberfläche strömen kann, muss das umliegende Gestein hydraulisch aufgebrochen werden. Dabei wird eine Mischung aus hauptsächlich Wasser und Stützmittel (Sand oder Keramikkörner) und einem geringen Anteil an Zusatzstoffen unter hohem Druck durch ein Bohrloch ins Gestein gepumpt. Durch den Druck bilden sich kleine Risse (Fracs) im Gestein, die durch die Sand- oder Keramikkörner offen gehalten werden. So kann das Gas aus dem Gestein entweichen und gefördert werden.

Erst durch die Kombination zweier Technologien (Horizontalbohrung und Hydraulic Fracturing) wurde die Gewinnung von Gas aus solchen Lagerstätten gegen Ende des 20. Jahrhunderts wirtschaftlich sinnvoll. Es gibt jedoch auch Lagerstätten, die in der Vertikalbohrung durch Fracs stimuliert werden. Einige unkonventionelle Lagerstätten können sogar ganz ohne Hydraulic Fracturing erschlossen werden, wenn das Gas durch die natürliche, durchlässige Struktur des Gesteins frei fließen kann. Da die geologischen Eigenschaften in jeder Erdgaslagerstätte unterschiedlich sind, wird die Technologie für die jeweils angetroffenen Bedingungen optimiert. 

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