3D-Seismik

Die Suche nach Erdgas- und Erdöllagerstätten ist mit außerordentlich hohen Kosten und wirtschaftlichen Risiken verbunden. Deshalb kommt es darauf an, die Gebiete einzugrenzen, in denen gute Erfolgschancen für die Aufsuchung von Lagerstätten bestehen. Hierzu dienen geowissenschaftliche Untersuchungen, die der Bohrtätigkeit vorausgehen.

 

Bei der Suche nach Erdgas geht es darum, Gesteinsschichten zu finden, in deren Poren sich Gas angesammelt hat. Die nötigen Erkenntnisse über den Untergrund liefern vor allem seismische Untersuchungen. Sie ermöglichen es, den Aufbau des Untergrundes bis in Tiefen von 8.000 – 10.000 Metern mit beachtlicher Genauigkeit zu erkunden. Die Ergebnisse erlauben den Fachleuten Rückschlüsse auf mögliche Gasvorkommen, deren tatsächliche Existenz allerdings nur durch Tiefbohrungen nachgewiesen werden kann. Die
Untersuchungsmethoden werden in gleicher Weise auch bei der Suche nach Erdöl angewandt. Das Prinzip der Seismik besteht darin, Schallwellen zu erzeugen und deren Echo von den verschiedenen Gesteinsschichten des Untergrundes aufzufangen.

3D-Seismik

Die Erzeugung der Schwingungen erfolgt abhängig von den Gegebenheiten des Geländes durch Zünden von Explosivladungen in Bohrlöchern, durch Vibratoren, die an Spezialfahrzeugen angebracht sind,

Vibroseis-Fahrzeuge im Einsatz

oder durch sogenannte Luftpulser, wenn die Untersuchungen in Gewässern stattfinden. Die von den Gesteinsschichten zurückgeworfenen Schallwellen werden an der Oberfläche von Geophonen (Erdmikrophonen) registriert.

Dabei erfolgt wie bei normalen Mikrophonen eine Umwandlung in elektrische Impulse. Diese werden in einem Messwagen aufgezeichnet.