Vertrag von Paris – Bedeutungsgewinn für heimisches Erdgas

Die Welt hat in Paris ein klares Signal für mehr Klimaschutz gesetzt. Dies wird auch von der E&P-Industrie unterstützt. Die Unternehmen aus der Erdgas- und Erdölindustrie fühlen sich der nachhaltigen Entwicklung sowie sicherem und umweltverträglichem Handeln verpflichtet.

In der Konferenz von Paris haben die Mitglieder der UN-Klimakonferenz ein Klimaschutzabkommen für die Zeit ab 2020 beschlossen. Ziele:

  1. Begrenzung des Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur auf unter 2 Grad, wenn möglich auf 1,5 Grad
  2. Verringerung der Treibhausgasemissionen und Förderung der Klimaresistenz
  3. Finanzierung der Verringerung der Treibhausgasemissionen und der Förderung klimaresistenter Entwicklung

Im Kern geht es bei den Beschlüssen von Paris um eine ambitionierte Kohlendioxid-Reduktion. Es geht aber auch um die Frage, wie dies zu möglichst geringen volkswirtschaftlichen Kosten erreicht werden kann. Für Industrieländer wie Deutschland werden dabei auf absehbare Zeit auch die Energieträger Erdgas und Erdöl eine bedeutende Rolle spielen. Zumindest für die nächsten Jahrzehnte werden die regenerativen Energien durch Erdgas ergänzt werden müssen. Die meisten Studien prognostizieren sowohl weltweit als auch für Deutschland einen Bedeutungsgewinn für Erdgas.

Der jüngste World Energy Outlook der Internationalen Energieagentur (IEA), erschienen im November  2015, sieht im Szenario „New Policies“ für Erdgas eine Zunahme des Anteils am weltweiten Energieverbrauch von 21 Prozent (2013) auf 24 Prozent (2040). Der Anteil der regenerativen Energien wird ebenfalls steigen, und zwar von 13 Prozent auf 18 Prozent. Andere Energieträger wie die Kohle werden dagegen an Bedeutung verlieren. Selbst im klimaorientierten „450-Szenario“ erwartet die IEA einen Anstieg des Erdgasanteils auf 22 Prozent.

Für die Klimapolitik weist Erdgas viele Vorteile auf. Insbesondere entstehen bei der Verbrennung von Erdgas vergleichsweise geringe Emissionen an Klimagasen. Erdgas ist der klimafreundlichste fossile Energieträger. Und Erdöl ist ein unverzichtbarer Rohstoff für die Industrie und damit auch eine Grundlage für die Energiewende.

Besonders Erdgas und Erdöl aus deutscher Produktion weisen in diesem Kontext deutliche Vorteile auf. Sie verringern die Importabhängigkeit, die Produktion erfolgt in Deutschland unter höchsten Umwelt- und Sicherheitsstandards und sie tragen mit der inländischen Wertschöpfung zu Wohlstand, Beschäftigung und Technologieentwicklung bei.

Erdgas und Erdöl aus Deutschland sind volkswirtschaftlich sinnvolle, klimaverträgliche und sichere Partner für die Energiewende.