Erdgasspeicher sind das Rückgrat der Energieversorgung

Die Erdgasversorgung in Deutschland wird durch die heimische Produktion, Importe und durch Untertage-Erdgasspeicher gewährleistet. Die Speicher erfüllen eine klassische Rückgrat-Funktion zwischen Erdgasversorger und Erdgasverbraucher und haben einen maßgeblichen Anteil an der Versorgungssicherheit.

Für die sichere Einlagerung großer Erdgasmengen eignen sich

  • Porenspeicher (natürliche unterirdische Speicher in den Poren ausgeförderter Erdöl- und Erdgaslagerstätten)
  • Kavernenspeicher (Hohlräume in unterirdischen Salzstöcken, die durch einen Solprozess angelegt werden)

Neben dem Ausgleich zwischen Bedarf und Aufkommen gewährleisten die Erdgasspeicher in Deutschland die Versorgungssicherheit im Falle von Lieferunterbrechungen und erfüllen darüber hinaus auch die Funktion, Rohöl und Produkte zur Krisenvorsorge zu lagern.

Die Mitgliedsunternehmen des WEG haben im Jahr 2014 Erdgasspeicher mit einem Arbeitsgasvolumen von 24,6 Milliarden Kubikmetern betrieben (Anstieg seit dem Vorjahr um 0,8 Milliarden Kubikmeter). Das Speichervolumen in Deutschland entspricht damit rund 30 Prozent der jährlich verbrauchten Erdgasmenge und ist das größte in der Europäischen Union, gefolgt von Italien, Niederlande und Frankreich. Weltweit gibt es nur in den USA, in Russland und in der Ukraine mehr Speichervolumen. Insgesamt betreiben die WEG-Mitglieder in Deutschland 250 Kavernen in 28 Speicheranlagen. Das Speichervolumen dieser Kavernen beträgt 14,3 Milliarden Kubikmeter (Zuwachs von mehr als 8 Prozent). Dadurch verfügen die Kavernen inzwischen über einen Anteil von 58 Prozent an dem gesamten installierten Speichervolumen in Deutschland. Die 19 Porenspeicher der WEG-Mitglieder haben ein Arbeitsgasvolumen von 10,3 Milliarden Kubikmetern (im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant).