Gewaltige Chancen – beherrschbare Risiken

Diskussions- und Informationsveranstaltung über Erdgas aus Deutschland

Wie können die deutschen Erdgasproduzenten eine ökologisch verantwortungsvolle Produktion sicherstellen? Welche Rahmenbedingungen sind notwendig, um die enormen Potenziale für unsere Energieversorgung zu nutzen? Oder bleiben diese trotz etablierter Verfahren, technologischer Entwicklungen und höchster Sicherheitsstandards politisch verschlossen?

Über die Zukunft der Erdgasförderung in Deutschland wird derzeit vielerorts debattiert. Der WEG hat Vertreter aus Politik und Verbänden nach Berlin eingeladen, um ihre Fragen mit den Experten der deutschen Erdgasproduzenten zu diskutieren. Denn „Erdgas wird auch in Zukunft ein bedeutender Energieträger für das Land bleiben“, erklärt der Verbandsvorsitzende Dr. Gernot Kalkoffen zum Auftakt der Veranstaltung am 28. Januar 2015. Fraglich sei nicht, ob Deutschland Erdgas brauche, sondern wo es herkomme. Es sei höchste Zeit, dass auf politischer Ebene wieder verlässliche Rahmenbedingungen für die Erdgasproduktion in Deutschland geschaffen werden, ansonsten drohe der heimischen Förderung das Ende. Dem Ruf nach einer gesetzlichen Regelung stimmte auch Helmut Gels, der Bürgermeister von Vechta, in seinem Vortrag zu. So wird der aktuelle Referentenentwurf zur Neuregelung der Frac-Technologie Hauptthema in der anschließenden Podiumsdiskussion.

Besonders die inhaltlich nicht nachvollziehbare 3.000-Meter-Grenze wird scharf kritisiert. Wichtig für die Sicherheit einer Bohrung sei laut Prof. Dr. Frank Schilling vom Institut für angewandte Geowissenschaften in Karlsruhe nicht die Tiefe, sondern die geologischen Barrieren. Das bestätigen auch die Bundestagsabgeordneten Karsten Möring (CDU) und Bernd Westphal (SPD). Westphal versichert: „Deutschland hat die schärfsten Rahmenbedingungen für Erdgasförderung weltweit.“ Dr. Joerg Wagner, Unterabteilungsleiter im Bundesumweltministerium betont, dass es in dieser schwierigen, hochemotional geführten Debatte aber vor allem wichtig sei, Akzeptanz für das Gesetz zu schaffen.

Auf dem Podium diskutieren die Bundestagsabgeordneten Bernd Westphal (SPD), Karsten Möring (CDU), Prof. Dr. Frank Schilling vom Institut für angewandte Geowissenschaften in Karlsruhe, der Unterabteilungsleiter im Bundesumweltministerium Dr. Joerg Wagner, Dr. Gernot Kalkoffen, Vorsitzender des WEG und Helmut Gels, Bürgermeister von Vechta.

   

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