Erfolgreiche Energiewende - "made in the USA"

In der letzten Woche hat die U.S. Energy Information Administration (EIA) neue Daten zu den CO2-Emissionen in den USA veröffentlicht. Die Überschrift dazu war leider etwas irreführend „Energy-related CO2 emissions from natural gas surpass coal as fuel use patterns change.“ – ohne den entsprechenden Artikel zu lesen, könnte die schnelle Schlussfolgerung sein, dass Erdgas für das Klima schlechter sei als Kohle.

Aber eigentlich steckt in dieser Headline eine gute Nachricht: Die Emissionen durch Kohle sind stark gesunken, da Kohle durch den Einsatz von Erdgas verdrängt wurde. Und damit sind auch die Gesamtemissionen gesunken, denn Erdgas emittiert bis zu 60% weniger CO2 bei der Verbrennung als Kohle.

Zur Veranschaulichung hier zwei Grafiken:

In 2015 war der Erdgasverbrauch 81% höher als der Kohleverbrauch, aber die Emissionen lagen fast gleichauf (USA):

Einsparung von CO2 Emissionen durch den Wechsel auf Erdgas und Erneuerbare in der Stromerzeugung in den USA (2006 bis 2014):

Laut EIA konnten in den USA durch den Einsatz von Erdgas in der Stromerzeugung allein seit 2005 über 1 Milliarde Tonnen CO2 eingespart werden. Im Vergleich dazu wurden im gleichen Zeitraum durch die Erneuerbaren 600 Millionen Tonnen CO2 vermieden.

Aber die Zahlen aus den USA sollten für Deutschland als das Energiewende-Land nicht interessant sein - warum auf andere schauen, wir wissen doch, wie man es richtig macht.

Aber machen wir es wirklich besser?

Bei einem der Hauptziele der Energiewende, der Reduzierung von CO2 Emissionen schneiden die USA deutlich besser ab als Deutschland. Während man hierzulande zwar die Erneuerbaren ausbaut dabei aber weiter auf Kohle setzt, zeigen die USA mit Ausbau der Erneuerbaren und dem Einsatz von Erdgas statt Kohle wie man wirklich erfolgreich CO2 einspart.

Quelle mit Daten von EIA und UBA