Entsorgung von Bohrschlamm – Fakten zu aktuellen Medienberichten des WDR und NDR

„Die einseitige und unsachgemäße Berichterstattung über die Entsorgung von bei der Erdöl- und Erdgasproduktion anfallenden Reststoffen verwundert uns sehr und veranlasst uns, einige Fakten klarzustellen“, sagt Dr. Christoph Löwer, Haupt-geschäftsführer des Wirtschaftsverbands Erdöl- und Erdgasgewinnung e.V. (WEG). Er betont:  

  1. Bei Erdöl- und Erdgasbohrungen fallen salz- und ölhaltige Reststoffe an, die in der Historie entsprechend dem jeweils gültigen Stand der Technik, den gesetzlichen Vorgaben und unter strenger Aufsicht der Bergbehörden in Bohrschlammgruben eingelagert wurden.
  2. Heute wird auf eine Einlagerung in obertägigen Gruben verzichtet. Anfallender Bohrschlamm wird fachgerecht verwertet oder durch zertifizierte Unternehmen entsorgt. Selbstverständlich gehört zu einem ordnungsgemäßen und nachhaltigen Entsorgungskonzept auch die sichere Verbringung in länderübergreifend zur Verfügung stehende Sonderdeponien. (http://www.ngs-mbh.de/bin/pdfs/Fakten_2014.pdf)
  3. Viele Bohrschlammgruben sind in den letzten Jahrzehnten durch spezialisierte, zertifizierte und behördlich zugewiesene Unternehmen geräumt oder aufwändig saniert und gesichert worden.
  4. Ob von historischen Standorten Umweltbelastungen ausgehen können, wird im Rahmen umfangreicher Untersuchungen festgestellt. Wir stellen uns dieser Verantwortung und unterstützen diese Maßnahmen. (http://www.erdoel-erdgas.de/Themen/Klima-Umwelt/Untersuchung-historischer-Oel-und-Bohrschlammgruben)
  5. Erste gutachterliche Untersuchungen einer Altlastenverdachtsfläche kommen zu dem Ergebnis, dass keine Gefährdung für Mensch oder Umwelt davon ausgeht und damit kein Sanierungsbedarf besteht. (http://www.kreiszeitung.de/lokales/rotenburg/rotenburg-ort120515/kallmoor-z1-gutachter-sieht-keine-relevanten-schadstoffgehalte-6154099.html)

Heimisches Erdöl und Erdgas sind Teil eines verlässlichen und klimafreundlichen Energiesystems. Sicherheit und Umweltschutz gehören für die deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten genauso zum Selbstverständnis einer verantwortungsvollen Nutzung heimischer Rohstoffe wie der offene und transparente Umgang mit Informationen.