News aus dem Jahr 2014

„Die Erdgasproduzenten in Niedersachsen stehen vor großen Herausforderungen. Die strukturellen und aktuellen wirtschaftlichen Gegebenheiten müssen  auch bei der Förderabgabepolitik berücksichtigt werden,“ sagte Gernot Kalkoffen, Vorstandsvorsitzender des WEG Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung. Deshalb begrüßt der WEG die Entscheidung der Niedersächsischen Landesregierung, die Förderabgaben für Erdgas und Erdöl zu senken, als Schritt in die richtige Richtung.

„Die heute bekannt gewordenen Vorschläge der Bundesregierung zur Erdgasförderung helfen nicht, die Erdgasproduktion in Deutschland zu stabilisieren. Sie sind auch nicht geeignet, Investitionen in die heimische Erdgasproduktion und in die Versorgung Deutschlands mit sicherer Energie aus eigenen Quellen zu stimulieren. Und das in einer Zeit konjunktureller Abkühlung, in der Investitionen dringend gebraucht werden“, kommentierte Josef Schmid, Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbandes Erdöl- und Erdgasgewinnung die bekannt gewordenen Entwürfe zum Regelungspaket „Fracking“ der Bundesregierung.

Die Erdgasproduzenten sehen sich durch das UBA-II-Gutachten zum Fracking in ihrer Position bestätigt, dass Fracking in Deutschland sicher durchführbar ist. In den vergangenen 50 Jahren wurden hier dreihundert Fracks in konventionellen und drei Fracks in unkonventionellen Lagerstätten durchgeführt, ohne einen einzigen Fall einer nachhaltigen Verunreinigung von Grundwasser.

In der öffentlichen Bewertung des neuen Fracking-II-Gutachtens suggerieren UBA und BMUB, das Gutachten komme zum Ergebnis, Fracking sei eine Risikotechnologie und derzeit in Deutschland nicht verantwortbar.

Diese Darstellung ist nicht haltbar! Selbst der Leiter der UBA-Studie bestätigte in der NDR-Sendung „Panorama“ vom 2. September 2014, dass Worte wie „Risikotechnologie“ nicht vorkommen und er die gezogenen Schlussfolgerungen auch nicht teile.

Industrie finanziert unabhängige Schlichtung bei Bergschäden
Ab sofort haben vom Bergbau betroffene Bürger in Niedersachsen eine kostenlose und neutrale Anlaufstelle: die Schlichtungsstelle Bergschaden Niedersachsen.

Der heute vom Umweltbundesamt (UBA) veröffentlichte zweite Teil des Gutachtens zu den „Umweltauswirkungen von Fracking[...]“ bestätigt erneut, dass nur eine Erprobung die erforderlichen Erkenntnisse über die Schiefergasproduktion in Deutschland liefern kann. Deshalb empfehlen die Gutachter mit der Durchführung wissenschaftlich begleiteter Erprobungsmaßnahmen zu beginnen.

Der Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung e.V. (WEG) sieht die heute bekannt gegebenen Pläne zu einer Neuregelung der gesetzlichen Grundlagen für die heimische Erdgasförderung sehr kritisch. Diese gefährden die Erdgasindustrie in Deutschland und passen nicht in eine Zeit, in der über Energiepreise und Versorgungssicherheit für Erdgas nachgedacht wird.